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Controlling

Der Begriff Controlling leitet sich aus dem englischsprachigen Verb (to) control ab. Ins Deutsche übersetzt bedeutet dies so viel wie steuern, lenken oder regeln. Dennoch wird im hiesigen Sprachraum Controlling gerne mit Kontrolle oder Revision gleichgesetzt. Diese Begriffe decken jedoch nur einen Teil des Überbegriffs ab. Im Folgenden wird Controlling wie folgt definiert: Ein auf das jeweilige Unternehmen angepasstes System zur Planung, Information, Steuerung und Kontrolle von im Unternehmen ablaufenden wichtigen Prozessen.

Im deutschsprachigen Raum waren Controller-Stellen bis in die fünfziger Jahre hinein nicht institutionalisiert. Die Ersten tauchten in den sechziger Jahren auf, vorwiegend in den Tochtergesellschaften von nordamerikanischen Konzernunternehmen. Seit dieser Zeit hat sich die Situation komplett verändert. Allerdings heißt das nicht, dass davor die Unternehmen nicht gesteuert wurden. Das klassische Rechnungswesen mit ausgeprägter Kostenrechnung gab es bereits früher. Diverse Kostenrechnungssysteme wurden von Deutschen begründet.

Die grundlegenden Aufgabenfelder des Controllings sind:

Budgetierung Planung der Umsätze, der Materialaufwendungen, der Kosten und des Ertrages
Operative Planung Kurz- und mittelfristige Ausrichtung des Unternehmens
Strategische Planung Langfristige Ausrichtung des Unternehmens
Internes Berichtswesen Information der Geschäftsleitung sowie maßgeblicher Stellen im Unternehmen mit kompakten Zahlen
Investitionsrechnung Berechnung, ob Investitionen im Unternehmen insgesamt rentabel bzw. sinnvoll sind
Rechnungswesen Systematische Erfassung und Bewertung aller wirtschaftlichen Vorgänge im Unternehmen
Liquiditätssteuerung Die Versorgung des Unternehmens mit ausreichender Liquidität ist eine der wichtigsten Aufgaben im Unternehmen. Unternehmen scheitern vorwiegend an der Zahlungsunfähigkeit.
Externes Berichtswesen Versorgung von externen Stellen mit maßgeblichen Informationen aus dem Unternehmen, z. B. Gesellschafter/Aktionäre, Banken, Presse
Steuerplanung und -verwaltung Hier wird die Steuerbelastung des Unternehmens optimiert.
Debitorenbuchhaltung Die Transparenz in den Beziehungen zu Kunden kann vielfältige Informationen zur Steuerung der Kundenbeziehungen liefern, z. B. Antworten auf Fragen wie:
Wer sind die umsatzstärksten Kunden? Wie ist die Zahlungsmoral der Kunden?
Versicherungen Die Gestaltung der Versicherungen im Unternehmen ist ein wesentlicher Punkt zur Risikosteuerung des Unternehmens.
Revision Die Revision überprüft Geschäftsvorfälle im Unternehmen.
Informationsverarbeitung Die Informationsverarbeitung mittels EDV ist heute wesentliches Element zur Unternehmenssteuerung.

Quelle: DATEV LEXinform