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Erholungsbeihilfen

Bei Erholungsbeihilfen handelt es sich um laufende oder einmalige Leistungen des Arbeitgebers, die vorwiegend an Arbeitnehmer gezahlt werden, die z. B. durch Krankheit einer besonderen finanziellen Förderung bedürfen. Durch diese zusätzlichen Arbeitgeberleistungen soll v. a. die Genesung des Mitarbeiters beschleunigt werden. Die Beihilfen werden häufig als Zuschüsse zu den Erholungskosten (z. B. Aufwendungen für Kuren) des Arbeitnehmers gewährt.

Steuerpflichtige Erholungsbeihilfen können mit einem festen Pauschsteuersatz von 25 % pauschaliert werden. Ein besonderer Antrag des Arbeitgebers beim Finanzamt ist hierfür nicht erforderlich. Zusätzlich zur Lohnsteuer fällt der Solidaritätszuschlag an, der 5,5 % der pauschalen Lohnsteuer beträgt.

Erholungsbeihilfen können jedoch nur dann mit 25 % pauschaliert werden, wenn die Beihilfen insgesamt in einem Kalenderjahr 156 € für den einzelnen Arbeitnehmer, 104 € für dessen Ehegatten/eingetragenen Lebenspartner und 52 € für jedes Kind nicht übersteigen. Übersteigen die Erholungsbeihilfen diese Beträge, so sind sie in vollem Umfang aus der Pauschalierung mit 25 % herauszunehmen (Freigrenze).

Es muss sichergestellt sein, dass die Erholungsbeihilfe auch tatsächlich für Erholungszwecke verwendet wird. Davon kann ausgegangen werden, wenn die Erholungsbeihilfe in zeitlichem Zusammenhang mit der Erholungsmaßnahme (Urlaub) gewährt wird. Der zeitliche Zusammenhang ist dann als gewahrt anzusehen, wenn die Erholungsmaßnahme (Urlaub) innerhalb von drei Monaten vor oder nach der Auszahlung der Erholungsbeihilfe angetreten wird; dabei kann der Urlaub auch zu Hause verbracht werden. Entsprechendes gilt, wenn in diesem Zeitraum eine Anzahlung für eine gebuchte Urlaubsreise geleistet wird.

Quelle: DATEV LEXinform