Ihre Steuerberater Richter & Ebner

Kleinunternehmer

Nach § 19 Abs. 1 UStG gilt man als Kleinunternehmer, wenn die Brutto-Umsätze

  • im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 EUR nicht überstiegen haben und
  • im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 EUR nicht übersteigen werden.

Die Kleinunternehmereigenschaft spielt lediglich für die Umsatzsteuer eine Rolle:
Kleinunternehmer müssen keine Umsatzsteuer abführen, können dann aber auch keine Vorsteuer geltend machen.
Es ist jedoch möglich, zur Regelbesteuerung zu optieren.

Die Kleinunternehmerregelung ist dann nicht anzuwenden, wenn die Umsätze im Vorjahr 17.500 EUR überstiegen haben,
es aber bereits absehbar ist, dass der Jahresumsatz im laufenden Jahr wieder unter 17.500 EUR sinken wird ( BFH, Beschluss v. 18.10.2007).

Auch für Kleinunternehmer gelten die Aufzeichnungspflichten nach § 22 UStG, damit nachgewiesen werden kann,
dass die Kleinunternehmerschaft auch wirklich vorliegt.

Im Einzelnen hat der Kleinunternehmer aufzuzeichnen:

  • alle vereinnahmten Entgelte, getrennt nach Steuersätzen
  • alle Entgelte für steuerfreie Lieferungen und sonstige Leistungen sowie innergemeinschaftliche Erwerbe
  • die Bemessungsgrundlagen für die unentgeltlichen Wertabgaben

Erleichterungen gibt es lediglich im Bereich der Eingangsumsätze:
Für Umsatzsteuerzwecke brauchen die Eingangsumsätze nicht getrennt nach Steuersätzen aufgezeichnet werden,
da beim Kleinunternehmer kein Vorsteuerabzug möglich ist.

Quelle: DATEV LEXinform