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Umsatzsteuervoranmeldung

Nach § 18 Abs. 1 UStG sind Unternehmer verpflichtet, während des laufenden Jahres Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer zu leisten.
Hierfür sind Umsatzsteuervoranmeldungen auf amtlich vorgeschriebenem Vordruck beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Ab 2005 ist die Umsatzsteuervoranmeldung auf elektronischem Weg nach Maßgabe der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung zu übermitteln.

Der Voranmeldungszeitraum richtet sich nach der im Vorjahr geleisteten Umsatzsteuer. Voranmeldungszeitraum ist der Monat oder das Kalendervierteljahr. Wenn die Umsatzsteuerzahllast des Vorjahres maximal 1.000 EUR betragen hat (bis 31.12.2008: maximal 512 EUR), kann der Unternehmer gem. § 18 Abs. 2 UStG von der Verpflichtung zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen befreit werden.

Gem. § 18 Abs. 1 UStG ist die Umsatzsteuervoranmeldung bis zum 10. Tag nach Ablauf jedes Voranmeldungszeitraums beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Entscheidend für die Einhaltung der Abgabefrist ist der Eingang beim zuständigen Finanzamt. In der Umsatzsteuervoranmeldung hat der Unternehmer seine Vorauszahlung selbst zu berechnen.

Fällt der 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums (Abgabetermin) auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, verschiebt sich der Abgabetermin auf den nächsten Werktag (§ 193 BGB).

Da der Zeitraum von 10 Tagen zwischen Monatsende und Abgabetermin knapp bemessen ist, besteht gem. § 18 Abs. 6 UStG i.V.m. §§ 46 ff UStDV die Möglichkeit, die Frist zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldungen beim zuständigen Finanzamt um einen Monat verlängern zu lassen, sog. Dauerfristverlängerung.

Der Antrag ist beim zuständigen Finanzamt auf amtlich vorgeschriebenem Vordruck zu stellen.

Quelle: DATEV LEXinform