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Abschreibung für "außergewöhnliche" Abnutzung bei nur noch eingeschränkt nutzbaren Gebäuden

Absetzungen für außergewöhnliche Abnutzung aus
wirtschaftlichen Gründen können als Werbungskosten bei der
Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abgezogen werden, wenn sich nach
der Kündigung des Mietverhältnisses herausstellt, dass das auf
die Bedürfnisse des Mieters ausgerichtete Gebäude nicht mehr
oder nur noch eingeschränkt nutzbar ist und auch durch eine (nicht
steuerbare) Veräußerung nicht mehr sinnvoll verwendet werden
kann.



Ein bestehendes Gebäude ist wirtschaftlich außergewöhnlich
abgenutzt, wenn seine Nutzungsmöglichkeit durch Einwirken im
Zusammenhang mit seiner steuerbaren Nutzung eingeschränkt wird. So
verhält es sich z. B., wenn bei Beendigung eines Mietverhältnisses
erkennbar wird, dass das Gebäude wegen einer auf den bisherigen
Mieter ausgerichteten Gestaltung nur eingeschränkt an Dritte
vermietbar ist. Der objektive Zusammenhang, in dem die eingeschränkte
Nutzungsmöglichkeit mit der Vermietungstätigkeit steht, darf
aber nicht durch eine Verknüpfung mit der nicht einkommensteuerbaren
Grundstücksveräußerung überlagert werden. So kann der
Fall liegen, wenn der Steuerpflichtige sein Gebäude zwar selbst nicht
mehr nutzen kann, es mit einer Veräußerung aber noch sinnvoll
verwendet.