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Automatischer Austausch von Informationen über Finanzkonten ab 2016 tritt in Kraft

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 18.12.2015 dem Gesetz zu der Mehrseitigen
Vereinbarung vom 29.10.2014 zwischen den zuständigen Behörden über
den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten und zur
Änderung weiterer Gesetze zugestimmt.

Die Finanzverwaltungen der Vertragsstaaten können länderübergreifend
steuerrelevante Informationen austauschen, um der zunehmenden Anzahl von Möglichkeiten
zur Steuerverkürzung wirksam zu begegnen. Die Finanzinstitute haben dem
Bundeszentralamt für Steuern die Daten jeweils zum 31. Juli eines Jahres
für das vorhergehende Kalenderjahr zu übermitteln; beginnend zum
31.7.2017 für 2016. Die Schweiz und Österreich haben erst 2018 für
das Jahr 2017 die ersten Informationen zugesagt.

Bei den Gesetzen handelt es sich um den automatischen Austausch von Informationen
über Auslandskonten von Privatpersonen. Damit soll es möglich werden,
entsprechende Finanzdaten mit anderen Ländern automatisch auszutauschen.

Deutschland und 50 weitere Staaten hatten sich Ende Oktober 2014 in einem globalen
Abkommen verpflichtet, sich ab Herbst 2017 gegenseitig über Auslandskonten
von Privatpersonen zu informieren. Durch das Abkommen sollen auch Banken und
Finanz­institute verpflichtet werden, Informationen über Zinsen, Dividenden,
Guthaben auf Konten oder Erlöse aus dem Verkauf von Finanzvermögen
einer Behörde zu melden. Zwischenzeitlich ist die ZahI der teilnehmenden
Staaten auf über 60 angestiegen. Dazu gehören auch die Cayman lslands,
die Kanalinsel Jersey, Liechtenstein und die Schweiz.

Mitgeteilt werden müssen Name, Anschrift, Steueridentifikationsnummer
sowie Geburtsdaten und -ort jeder meldepflichtigen Person, die Kontonummer,
die Jahresenddaten der Finanzkonten sowie gutgeschriebene Kapitalerträge.