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Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus gebilligt

Am 3.2.2016 billigte das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Einführung
der steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus. Damit soll die Schaffung
neuer Mietwohnungen im unteren und mittleren Preissegment in ausgewiesenen Fördergebieten
steuerlich begünstigt werden.

  • Der Gesetzentwurf sieht dafür die Einführung einer zeitlich befristeten,
    degressiven Sonderabschreibung für die Anschaffung oder Herstellung neuer
    Mietwohngebäude in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt vor, die auch
    für mittlere und untere Einkommensgruppen bezahlbar sind. Wohnungen mit
    hohem Standard und Geschäftsräume werden vollständig von der
    Maßnahme ausgeschlossen.
  • Die Förderung setzt nach dem derzeitigen Gesetzentwurf die Einhaltung
    einer Baukostenobergrenze von 3.000 € je Quadratmeter Wohnfläche
    voraus, von der maximal 2.000 € je Quadratmeter Wohnfläche gefördert
    werden sollen.
  • Die Sonderabschreibung soll im 1. und 2. Jahr 10 % und im 3. Jahr 9 % betragen
    und neben der normalen linearen AfA möglich sein, sodass sich nach 3
    Jahren bereits 35 % der Investition steuermindernd auswirken könnten.
  • Die begünstigten Flächen müssen mindestens 10 Jahre der
    Vermietung zu Wohnzwecken dienen.
  • Zum Fördergebiet gehören nur Gemeinden mit Mietenstufen IV bis
    VI, deren Mietenniveau um mindestens 5 % oberhalb des Bundesdurchschnitts
    liegt. Zusätzlich werden auch Gebiete mit Mietpreisbremse und Gebiete
    mit abgesenkter Kappungsgrenze in das förderfähige Gebiet einbezogen.
  • Die Förderung soll zeitlich auf Baumaßnahmen begrenzt werden,
    mit denen in den Jahren 2016 bis 2018 begonnen wird. Maßgebend ist der
    Bauantrag oder die Bauanzeige. Die Sonderabschreibung wird letztmalig im Jahr
    2022 möglich sein.

Anmerkung: Der Gesetzentwurf wird voraussichtlich alle parlamentarischen
Hürden zügig passieren. Über den Werdegang bzw. die endgültige
Verabschiedung halten wir Sie über dieses Informationsschreiben auf dem
Laufenden.