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Kundenzahlungen auf das private Bankkonto des beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführers

Kundenzahlungen auf ein privates Bankkonto des beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführers
einer GmbH sind als verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) zu erfassen. Das
hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 21.10.2014 entschieden.

Eine vGA liegt immer dann vor, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter
außerhalb der gesellschaftsrechtlichen Gewinnverteilung einen Vermögensvorteil
im Sinne einer bei ihr eintretenden Vermögensminderung (verhinderte Vermögensmehrung)
zuwendet, diese Zuwendung ihren Anlass oder zumindest ihre Mitveranlassung im
Gesellschaftsverhältnis hat und in keinem Zusammenhang mit einer offenen
Ausschüttung steht. Das ist in der Regel der Fall, wenn ein gewissenhafter
Geschäftsführer diesen Vorteil einem Nichtgesellschafter nicht zugewendet
hätte.

Mit dem Eingang der Zahlungen auf dem Privatkonto des Gesellschafter-Geschäftsführers
hat dieser die Verfügungsgewalt über die Beträge und damit einen
Vermögensvorteil zulasten der GmbH erlangt.

Allein aus dem Umstand, dass der Steuerpflichtige als beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer
der GmbH mit den eingegangenen Beträgen auch Verbindlichkeiten der GmbH
gegenüber Dritten getilgt hat, kann nicht auf eine entsprechende klar und
eindeutig im Voraus getroffene Vereinbarung geschlossen werden.