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Verwendung der Formulierung "Vollzeit beschäftigt" im Arbeitsvertrag

Die Formulierung „Vollzeit beschäftigt“ in einem Arbeitsvertrag,
darf der durchschnittliche Arbeitnehmer so verstehen, dass die regelmäßige
Dauer der Arbeitszeit – unter Zugrundelegung einer Fünf-Tage-Woche und
der im Arbeitszeitgesetz vorgesehenen 8 Stunden arbeitstäglich – 40 Wochenstunden
nicht übersteigt.

Soll hingegen mit der Formulierung „in Vollzeit“ die nach geltendem
Recht zulässige Höchstgrenze der Arbeitszeit ganz oder teilweise ausgeschöpft
werden, muss dies durch eine konkrete Stundenangabe oder zumindest eine hinreichend
bestimmte Bezugnahme auf den arbeitsschutzrechtlich eröffneten Arbeitszeitrahmen
klar und deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Das entschied das Bundesarbeitsgericht
mit Urteil vom 25.3.2015.

Steht fest, dass Überstunden auf Veranlassung des Arbeitgebers geleistet
worden sind, kann aber der Arbeitnehmer seiner Darlegungs- und Beweislast für
jede einzelne Überstunde nicht in jeder Hinsicht genügen, darf das
Gericht den Mindestumfang geleisteter Überstunden schätzen.