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Zahlungen wegen Bürgschaftsinanspruchnahme als Verlust

Zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb gehört auch der Verlust aus
der Auflösung von Kapitalgesellschaften, wenn der Gesellschafter innerhalb
der letzten 5 Jahre unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1 % am Kapital
der Gesellschaft qualifiziert beteiligt war und er die Beteiligung in seinem
Privatvermögen hielt.

Als in diesen Verlust einzubeziehende nachträgliche Anschaffungskosten
der Beteiligung kommen nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf
vom 10.3.2015 Leistungen des GmbH-Gesellschafters aus einer für Verbindlichkeiten
der Kapitalgesellschaft eingegangenen Bürgschaftsverpflichtung in Betracht,
wenn die Übernahme der Bürgschaft durch das Gesellschaftsverhältnis
veranlasst und die Rückgriffsforderung gegen die Gesellschaft wertlos ist.
Maßgebend ist, ob die Bürgschaftsinanspruchnahme schuldrechtlich
oder gesellschaftlich veranlasst war.

Im entschiedenen Fall war die Bürgschaftsübernahme gesellschaftlich
veranlasst. Die Bank und die Sparkasse bestanden auf der Übernahme der
Bürgschaft. Sie waren ohne die Bürgschaft nicht bereit, der GmbH die
Darlehen zu gewähren. Die GmbH benötigte die Darlehen für die
von ihr geplanten Investitionen.